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Der nächtliche Ausflug des Baggers

Vor vielen Monaten machte unser Bagger plötzlich Bekanntschaft mit der großen Freiheit – über Nacht verschwand er spurlos vom Hof und verbrachte seinen Sommerurlaub unangekündigt und verlängert irgendwo – nur nicht bei uns. Polizei war informiert, Nachbarn befragt, Suchtrupps aufgestellt – nichts. Er war wie vom Erdboden verschluckt.

Monatelang rätselten wir:

War es ein geheimer Testlauf für ein Bagger-„Escape-Room“-Event? Ein nächtlicher Spaziergang mit unabsehbaren Folgen? Ein Sabbatical? Oder vielleicht der Beginn einer Karriere als heimlicher Waldarbeiter?

Und dann, eines Morgens vor wenigen Tagen, das Unerwartete: Mitten im Wald, keinen Kilomter vom ursprünglichen Stellplatz entfernt, stand er einfach da. Der Waldbesitzer der ihn fand hat ihn wohl schon seit Dezember dort „herumhängen“ sehen. Umgeben von Löchern, die aussahen, als hätte ein sehr gründlicher Maulwurf mit einem persönlichen Groll gegen den Boden gearbeitet.

Vielleicht handelte es sich um einen nächtlichen Schatzsucher, der sich aus alten Legenden eine Karte gebastelt hatte. Oder um ein kleines Waldwesen, das es auf schwere Maschinen abgesehen hat und seinen eigenen Bau ausheben wollte. Vielleicht hatte sich der Bagger selbstständig gemacht und wollte ein Baumhaus bauen. Oder vielleicht waren es ein paar Dorfbewohner, die dachten: „Erstmal Winterpause, dann graben wir uns den Frühling einfach selbst!“

Was wirklich passiert ist? Keiner weiß es. Der Bagger steht wieder auf unserem Hof, als wäre nichts gewesen, bereit für die nächsten Projekte. Und die Löcher im Wald? Nun, sie warten geduldig auf ihre Geschichte – oder darauf, dass wir noch eine gute Idee haben, sie wieder zu füllen.

Für sachdienliche Hinweise sind wir natürlich jederzeit dankbar:
hier stand das gute Stück: https://www.google.com/maps?q=49.05841064453125,9.513195991516113&z=17&hl=de